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London

lokale_marqueeThe Marquee - 90 Wardour Street W1 (1964-1988)
Der Club war bis 1964 an der Oxford Street, bevor er an die Wardour Street wechselte. Jeden Abend spielten zwei Bands mit einem Set von je einer Stunde. Für viele britische Bands war das Marquee ein Sprungbrett für ihre Karrieren: Ten Years After, The Who, John Mayall, Rory Gallagher, um nur ein paar zu nennen. Peter Jenner und Andrew King von Blackhill Enterprises sahen dort zum ersten mal Pink Floyd, wie sie über ein paar Chuck Berry-Akkorde jammten und bald entschieden sich bald darauf, die Band zu managen. Der Name Marquee ist immer noch sehr bekannt. Daher erlebte er seit 1988 diverse Reinkarnationen an verschiedenen Orten in und um London. Doch die alte Magie ist dahin.

UFO Club - 31 Tottenham Court W1 (1966-1967), Roundhouse NW1 (1967)
London's psychedelischster Club öffnete seine Tore im Dezember 1966. Neben Musik erfreuten sich die Besucher an Lichtshows, erotischen Darbietungen, Poesie-Lesungen, Jongleuren, Filmvorführungen oder erhielten psychologische Beratung bei schlechten Trips. Alkohol wurde jedoch nicht ausgeschenkt. Neben den allgegenwärtigen Pink Floyd und Soft Machine sah man auch Procol Harum, Arthur Brown oder Tomorrow. Nach einem Polizeieingriff wurde der UFO Club im Roundhouse weiter geführt und wurde schliesslich im Oktober 1967 ganz geschlossen.

lokale_roundhouseRoundhouse - 100 Chalk Farm Road NW1 (1966-1985)
Dieser verrauchte alte Schuppen war die Kulisse für die Lancierungsparty des ersten englischen Underground-Magazins "International Times" am 15. Oktober 1966. Während dem Event "spielten" Soft Machine ein Motorrad auf der Bühne und die beiden Toiletten überfluteten sich, sodass Pink Floyd mitten in "Interstellar Overdrive" aufhörte zu spielen, als es zum Stromausfall kam.

Alexandra Palace (Ally Pally) - The Avenue N10 (1875-1980; 1982 - heute)
In der gotischen Pracht des Ally Pally fand am 29. April 1967 der 14-Hour Technicolour Dream statt. Man wollte mit diesem Event Geld aufbringen für das Underground-Magazin "International Times", das wegen polizeilichen Problemen in finanzielle Not geriet. Dutzende Bands waren für den Anlass gebucht: The Creation, The Pretty Things, The Move, Pink Floyd, Soft Machine, The Purple Gang, The Social Deviants etc. Die Menge von Zuschauern war da (ca. 10'000), doch nicht alle der Bands traten auf. Pink Floyd stahl mit ihrem Set allen die Show, als es draussen bereits wieder anfing zu dämmern. Barry Miles schrieb: "Ausserhalb waren die aufrichtigen Bürger am TV glotzen, und drinnen, in dieser Zeitmaschine, waren tausende trippende, verrückte, freundliche und gesellige Hippies." Der 14-Hour Technicolour Dream war der grösste und beste Underground-Event in London in den Sixties.

lokale_middleearthMiddle Earth - 43 King Street Wc2 (1967-1968), Roundhouse NW1 (1968-1969)
Zuerst unter dem Namen "Electric House" bekannt, wurde Middle Earth im May 1967 in einem Untergeschoss eröffnet. Die untereinander verbundenen Räume waren ideal, um den bekifften Besucher zu verwirren. Jeff Dexter und John Peel waren Stamm-DJ's. Aus anderen Räumen klangen akustische Gitarrenklänge (vielleicht Marc Bolan & Tyrannosaurus Rex) oder es wurden Filme gezeigt, Gedichte gelesen und Körper bemalen. Die Lichtshows waren legendär, vorallem das Lichtsystem aus den USA, welches Zoot Money der Band Dantalion's Chariot einführte. Doch Middle Earth litt unter Polizei-Razzien und zog daher ins Roundhouse um, bevor ihnen schliesslich 1969 die Lizenz entzogen wurde

Saville Theatre - 135-149 Shaftesbury Avenue WC2 (1966-1970)
Brian Epstein übernahm dieses alte Theater, welches trotz dem 1'200 Leute fassenden Raumes eine Club-ähnliche Intimität behielt. Die Beatles waren regelmässige Besucher. Die Hauptattraktionen waren Konzerte von Jimi Hendrix, Fairport Convention, Cream, The Incredible String Band und Pink Floyd

Scotch of Saint James - 13 Mason's Yard SW1 (1965-1972)
Beinahe in der Minute in der Jimi Hendrix, noch völlig unbekannt und erst gerade von Chas Chandler in New York entdeckt, zum ersten Mal in London ankam, jammte er als erstes im Scotch mit der an diesem Abend auftretenden Band The VIP's und lernte seine spätere Freundin Kathy Etchingham kennen. Ein paar Türen weiter war Barry Miles's Indica Gallery wo John Lennon erstmals auf Yoko Ono traf.

All Saints Hall - Powis Gardens W11 (1966)
Pink Floyd spielte gab hier am 14. Oktober 1966 ein Benefiz-Konzert für die Notting Hill Free School, zusammen mit einer Lichtshow präsentiert von den Amerikanern Joel und Tony Brown. Pink Floyd, welche hier im Oktober und November regelmässig spielten, begannen ein wachsendes Publikum anzuziehen.

lokale_olympiaOlympia - Hammersmith Road W6 (60s)
"Christmas On Earth Continued", der letzte der grossen psychedelischen All-Nighters, wurde in diesem viktorianischen Hangar am 22. Dezember 1967 durchgeführt. Mit dabei waren Jimi Hendrix, Pink Floyd, Soft Machine und Eric Burdon.

100 Club - 100 Oxford Street (1942 - heute)
Der Humphrey Lyttelton Club bot Jazz Konzerte und war um 1960 der Mittelpunkt der Trad Jazz Szene. Trad Jazz erfreute sich grosser Beliebtheit in England, bevor der Mersey Beat und die Beatles kamen. Der Name wurde 1964 in 100 Club geändert, wobei auch das Konzept des Clubs änderte. Von nun an war R&B und Blues angesagt. So spielten nun Muddy Waters, Albert King, Bo Diddley, Jackie Wilson und B.B. King in diesem Lokal. Englands' weisse Blues und R&B Interpreten hielten im Zuge des landesweiten Blues/R&B Booms Einhalt und waren dort sehr oft zu sehen: Steam Packet feat. Rod Stewart, Long John Baldry und Julie Driscoll, Alexis Korner, John Mayall's Bluesbreakers und The Animals. Unter den Beat Bands, die auch stark R&B-lastige Musik machten, waren The Who, The Kinks, The Pretty Things und The Spencer Davis Group.

 

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