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Auszug aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Andy Warhol (*6. August 1928 †22. Februar 1987) war einer der Begründer und der bedeutendste Künstler der Pop Art. Etablierung der darstellenden Kunst zur Mitte des Jahrhunderts. Begründung der zweiten Moderne. Zugleich eine skurile Persönlichkeit. Er war ein fast autistischer, schüchterner und zurückhaltender homosexueller Künstler, der nur wenig von sich preisgab. Er war sehr gläubig und nahm keine Drogen. Seine Dualität war allgegenwärtig. Seine Kunst war geprägt durch die serielle Reproduzierung von Bildgegenständen, vor allem Porträts bekannter Persönlichkeiten (Marilyn Monroe, Elvis Presley, etc.).
Kein anderer Künstler wird mit Pop Art so sehr identifiziert wie Andy Warhol. Die Medien nannten ihn den Prinzen des Pop. Andy Warhol stieg von einer Arbeiterfamilie aus Pittsburgh zur amerikanischen Legende auf.
geboren in Pittsburgh Andy wurde 1930 in Pittsburgh als Sohn tschechischer Immigrantengeboren. Sein ursprünglicher Name war Andrew Warhola. Sein Vater war Bauarbeiter und starb bei einem Unfall als Andy 13 Jahre alt war. Der junge Andrew zeigte ein frühes Talent im Zeichnen und Malen. Nach der High School studierte er Gebrauchsgrafik am Carnegie Institut für Technik in Pittsburgh. Warhol machte seinen Abschluss im Jahr 1949 und ging nach New York, wo er als Illustrator für Zeitschriften wie Vogue und Harpar's Bazaar und in der Werbung arbeitete. Bald wurde er zu New Yorks gefragtestem und erfolgreichstem Illustrator.
Das Pop Idol Im Jahr 1952 hatte Warhol seine erste Einzelausstellung in der Hugo Gallery in New York. 1956 kam eine wichtige Ausstellung im berühmten Museum of Modern Art hinzu. In den 60-er Jahren begann Andy Warhol mit dem Malen alltäglicher Artikel aus Massenproduktionen wie den Campbell Suppendosen und den Coca Cola Flaschen.
Das Wesentliche an Warhols Kunst bestand darin, den Unterschied zwischen den Schönen Künsten und der kommerziellen Gebrauchskunst aufzuheben. Warhol brachte seine Philosophie einmal in dem markanten Satz zum Ausdruck: "Wenn man mal darüber nachdenkt, dann sind Kaufhäuser auch eine Art von Museum."
Die Factory Andy Warhol wählte Massenprodukte nicht nur als Gegenstand seiner Kunst, sondern er wollte seine Kunstwerke selbst wie Massenprodukte vervielfältigen. Konsequenterweise gründete er die sogenannte Factory im Jahr 1962. Das war ein Kunststudio in dem es ziemlich chaotisch zuging und wo er sogannnte Kunstarbeiter vorwiegend Poster und Grafiken herstellen lies - aber auch andere Dinge wie Schuhe, die Warhol selbst entworfen hatte. Die bevorzugte Drucktechnik des Künstlers war der Siebdruck. Es entsprach am ehesten seiner Vorstellung von Kunstproduktion. Ausser als Druckerei diente die Factory auch als Filmstudio. Warhol machte über 300 experimentelle Untergrundfilme - zumeist recht bizarr und einige auch ziemlich pornographisch. Sein erster Film nannte sich Schlaf und zeigte 6 Stunden nichts anderes als einen schlafenden Mann.
Das Attentat Im Juli 1968 schoss eine Frau namens Valerie Solanis Andy Warhol zwei oder dreimal in die Brust. Andy war schwer verletzt und entkam nur knapp dem Tod. Valerie Solanis hatte gelegentlich für Warhol in der Factory gearbeitet. Solanis hatte eine Gruppe namens SCUM (Society for Cutting Up Men) gegründet und war selbst ihr einziges Mitgleid. Als Valerie Solanis am Tag danach verhaftet wurde, waren ihre Worte: "Er hatte zuviel Kontrolle über mein Leben.". Warhol erholte sich niemals völlig von seinen Wunden und musste für den Rest seines Lebens ein Korsett um die Hüfte tragen.
Andy Warhol in den Siebzigern Nach dem Anschlag machte er in seinem Kunstschaffen eine radikale Wendung. Der Philosoph der Massenproduktion von Kunst verbrachte jetzt die meiste Zeit damit, Portraits der Reichen und Schönen seiner Zeit anzufertigen wie Mick Jagger, Michael Jackson oder Brigitte Bardot. Andy Warhol entwickelte sich mehr und mehr zum Unternehmer. Er gründete die Zeitschrift Interview und sogar einen Nacht-Club. Im Jahr 1974 zog die Factory auf den Broadway um. Im Jahr 1975 veröffentlichte Warhol DIE Philosophie von Andy Warhol. In diesem Buch beschreibt er was Kunst ist: "Geld Verdienen ist Kunst, und Arbeiten ist Kunst und ein gutes Geschäft ist die beste Kunst."
Andy Warhols Persönlichkeit Warhol war homosexuell und ziemlich bizarr. In den Fünfziger Jahren färbte er sein Haar strohblond. Später ersetzte er sein eigenes Haar mit blonden und silbergrauen Perücken. Andy liebte Katzen. Katzenbilder finden sich in etlichen seiner Kunstwerke. Einer seiner Freunde beschrieb ihn als totalen workaholic. Warhol war von dem Ehrgeiz besessen, berühmt und wohlhabend zu werden. Ihm war von Anfang an klar, dass er den Amerikanischen Traum nur durch harte Arbeit verwirklichen konnte.
Das Ende In seinen letzten Jahren förderte Warhol andere Künstler wie Keith Haring oder Robert Mapplethorpe. Andy Warhol starb am 22. Februar 1987 an Komplikationen nach einer Gallenblasen Operation. Über 2000 Leute waren bei dem Gedenkgottesdienst in der St.Patricks Kathedrale anwesend. Andy Warhol war auch ein religiöser Mensch - eine wenig bekannte Tatsache. Zwei Jahre später, im Mai 1994 eröffnete das Andy Warhol Museum in seiner Heimatstadt Pittsburgh in Pennsylvania seine Pforten.
In Kürze:
| 1928 |
Am 6. August wird Andrew Warhola in Pittsburgh, Pennsylvania, als Sohn von Andrej und Julia Warhola geboren. Mit sechs Jahren beginnt Warhol, die ersten signierten Autogrammphotos von Filmstars zu sammeln. 1934 - 1940 Besuch der Holmes Elementary School. Ende der 30er Jahre erleidet Warhol drei Nervenzusammenbrüche. |
| 1942 |
Sein Vater stirbt an Tuberkulose. Kunstseminare am Carnegie Institute of Technology (C.I.T.) in Pittsburgh. |
| 1945 - 1948 |
Abschluß an der Schenley-High School. Studiert Bilddesign am C.I.T. Arbeitet als Schaufensterdekorateur. |
| 1949 |
Abschluß am C.I.T. Umzug nach New York City. Veröffentlichung seiner ersten Zeichnungen für Success is a Job in New York (siehe untenstehender Artikel) in der Zeitschrift "Glamour". Arbeitet als Werbegraphiker und Illustrator unter anderem für Bergdorf Goodman, Bonwit Teller, "Harper's Bazaar", I. Miller, "The New Yorker", "Seventeen", Tiffany & Co., gestaltet Buchumschläge, Schaufensterauslagen, Weihnachtskarten und Plattenhüllen. Er streicht das "a" am Ende seines Namens und wird zu Andy Warhol.
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| 1950 |
Seine Mutter zieht zu ihm nach New York. Fritzie Miller wird seine Agentin für Werbeaufträge. Warhol besitzt sein erstes Fernsehgerät. 1952 Erhält die Medaille des Art-Directors-Club. Bis 1956 gewinnt er immer wieder nationale Preise für graphisches Design. Zusammen mit Fred McCarroll illustriert er "Amy Vanderbilt's Complete Book of Etiquette". Erste Einzelausstellung "Andy Warhol: Fifteen Drawings Based on the Writings of Truman Capote" in der Hugo Gallery in New York. |
| 1953 |
Veröffentlichung: "A is an Alphabet", "There was Snow on the Street and Rain in the Sky". Zusammen mit "Corkie" (Ralph Ward) "Love is a Pink Cake". Entwurf mehrerer Bühnenbilder für die Theater-12-Truppe. |
| 1954 |
Illustration von "25 Cats Named Sam and One Blue Pussy". Ausstellung in der Loft Gallery in New York. |
| 1955 |
Zeichnet mit Kugelschreiber Porträts von Truman Capote, James Dean und anderen Berühmtheiten. |
| 1956 |
Zusammen mit Charles Lisanby unternimmt er eine ausgedehnte Reise um die Welt. Zeichnungen "persönlicher" Schuhe von Freunden und berühmten Leuten wie Judy Garland, Mae West und Elvis Presley. Bis Ende 1957 entstehen auch Strichzeichnungen von jungen Männern. |
| 1957 |
Das "Gold Book" wird publiziert. Gründung der Andy Warhol Enterprises, Inc. Korrektur seiner Nase. |
| 1959 |
Veröffentlichung zusammen mit Suzie Frankfurt "Wild Rasberries", ein Scherz Kochbuch. |
| 1960 |
Malt Coca-Cola-Flaschen und erste Comicstripfiguren, darunter Batman, Popeye, Superman und Dick Tracy. |
| 1961 |
Bekanntschaft mit Henry Geldzahler und dem Kunsthändler Ivan Karp.
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| 1962 |
 Erstes Porträt von Troy Donahue, später Porträts von Warren Beatty, Elvis, Marilyn Monroe und Natalie Wood. Malt außerdem Cambell's Suppendosen und Dollarnoten. Beginnt mit der Siebdruckserie von Katastrophen. Teilnahme an Sidney Janis' großer Ausstellung amerikanischer Pop Art "The New Realists" in New York. Einzelausstellung in der Eleanor Ward's Stable Gallery of New York.
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| 1963 |
Malt Elektrische Stühle, Rassenunruhen, Mona Lisa und die Freiheitsstatue. Beginnt eine Jackie-Kennedy- und Liz-Taylor-Serie. Kauft sich seine erste 16-mm-Kamera und macht erste Filme, darunter "Sleep" und "Tarzan and Jane Regained.....Sort of". Umzug in das Atelier in der East 47th Street 231, das später unter dem Namen "Factory" bekannt wird. Trifft Gerard Malanga; dieser wird sein Assistent und spielt in vielen von Warhols Filmen die Hauptrolle. |
| 1964 |
Das erste Auftragsporträt von Watson Powell, dem Präsidenten einer Versicherungsgesellschaft, entsteht. Malt Brillo-Kartons, Blumen und Selbstporträts. Erhält den Auftrag, die Fassadeninstallation Thirteen Most Wanted Men für den New York State Pavillon auf der New Yorker Weltausstellung zu machen. Warhols Werk wird jedoch als politisch kontrovers eingeschätzt und mit dem Einverständnis des Künstlers zurückgezogen. Erste europäische Ausstellung in der Galerie Ileana Sonnabend in Paris und erste Einzelausstellung in der Leo Castelli Gallery in New York. |
| 1965 |
Erste farbige Campbell's Suppendosen, elektrische Stühle. Entwirft ein Cover für das "Time Magazine"und verwendet dafür Photos aus dem Automaten. In Paris kündigt er an, sich vom Malen zurückziehen und sich aufs Filmen verlegen zu wollen. Er trifft Paul Morrissey, Edie Sedgwick, Ultra Violet and the rock-and-roll band, The Velvet Underground (Lou Reed, John Cale, Maureen Tucker und Sterling Morrison). Der Filmproduzent Lester Persky gibt die Party "The Fifty Most Beautiful People" in der "Factory". Unter den Gästen sind William Burroughs, Montgommery Clift, Judy Garland, Allen Ginsberg, Rudolf Nurejew und Tennessee Williams. Am Institute of Contemporary Art der University of Pennsylvania in Philadelphia findet eine Retrospektive statt. Warhol besucht zusammen mit Henry Geldzahler Truman Capotes "Black and White Ball" im Plaza Hotel. |
| 1966 |
Es entstehen weitere Selbstporträts, die Kuhtapete (siehe Bild) und die Schwebenden Kissen (Silver Clouds). Produziert erstmals Multimedia-Ereignisse wie Erupting (später Exploding), Plastic Inevitable (mit Nico) und The Velvet Underground (Bild). Filmen und Velvet Underground bezogene Happenings werden zu seiner Hauptbeschäftigung. |
| 1967 |
 Weitere Elektrische Stühle und Selbstporträts. Ausstellung der Selbstporträts im amerikanischen Pavillon der Expo '67 in Montreal. Zusammentreffen mit Joe Dallesandro, Candy Darling und Fred Hughes, der sein Manager wird. Warhol produziert die erste Platte von Velvet Underground mit dem "Bananenschalen"-Cover.
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| 1968 |
Die "Factory" wird an den Union Square West 33 verlegt. Die Silver Clouds werden für das Bühnenbild von "Rain Forest" der Merce Cunningham Dance Group verwendet. Valerie Solanas schießt in der Factory auf Andy Warhol. Dieser erholt sich erst nach langwierigen Operationen. Ab 1968 führt Paul Morrissey bei allen Warhol-Filmen Regie. 1969 Zusammentreffen mit Vincent Fremont. Publikation der ersten Ausgabe seiner Zeitschrift "Interview", die von Gerard Malanga, Paul Morrissey, John Wilcock und Warhol zusammen herausgegeben wird. Muß sich als Folge der Schußverletzungen einer weiteren Operation unterziehen. |
| 1970 |
Ausstellung "Raid the Ecebox 1 - With Andy Warhol" in der Rhode Island School of Design in Providence. Kauft sich die erste Polaroid-"Big Shot"-Kamera, die er bis zu seinem Tod für Porträts benutzt. |
| 1971 |
Warhols Stück "Pork" wird in New York und London aufgeführt. Umzug seiner Mutter nach Pittsburgh. |
| 1972 |
Beginn der Mao-Serie. Tod der Mutter. |
| 1973 |
Fährt mit der Arbeit an der Mao-Serie fort. Erster Filmauftritt an der Seite von Elizabeth Taylor in "The Driver's Seat". |
| 1974 |
Umzug in ein Stadthaus in der East 66th Street. Die "Factory" zieht an den Broadway 860. |
| 1975 |
"The Philosophy of Andy Warhol (from A to B and Back Again)" erscheint. |
| 1976 - 1979 |
Malt Schädel, Athleten, Hämmer und Sicheln, Torsos, Schatten, Oxydationsgemälde, die Retrospektiv-(Retrospektives) und Umkehr-Bilder (Reversals).1980 Ausstellung "Portraits of the 70s" im Whitney Museum of American Art. Diamantstaubbilder (darunter Porträts von Joseph Beuys und Georgia O'Keeffe) und Portraits of Jews of the 20th Century. Jay Shriver wird Warhols Assistent. "POPism: The Warhol 60s" von Warhol und Pat Hackett erscheint. |
| 1981 - 1982 |
Kreuze, Bilder von Dollarnoten, Gewehre, Messer, die Myths-Serie (darunter Superman, Santa Claus, Mickey Mouse, Uncle Sam, Dracula, Wicked Witch of the West). Stellt auf der documenta VII in Kassel Bilder über Nazi-Architektur aus. Im Kabelfernsehen läuft "Andy Warhol's TV". |
| 1983 - 1984 |
Poster der Brooklyn Bridge für die Hundertjahrfeier der Brücke. Malt Bilder mit Francesco Clemente und Jean-Michel Basquiat, sowie Details von Renaissancebildern, Edvard Munch, die Rorschachs Series und die Endangered Species Series. Bruno Bischofberger veröffentlicht "Andy Warhol's Children Book". |
| 1985 |
Warhols Buch "America" erscheint. In seiner "Ads"-Mappe mit Siebdrucken verwendet er Werbeanzeigen mit Stars wie James Dean, Judy Garland und Ronald Reagan. |
| 1986 |
Im Kabelfernsehen MTV wird die Fernsehshow "Andy Warhol 15 Minutes" gezeigt. Bilder von Camouflagen und Selbstporträts, Autos, Blumen, Porträts Friedrichs des Großen, die Serie Das Letzte Abendmahl und Campbell's Suppen-Kartons. |
| 1987 |
Beethoven-Porträts und Entwürfe für Rado-Armbanduhren. Arbeit an "History of American TV". Stirbt am 22. Februar in New York an den Komplikationen einer Gallenblasenoperation. Die Beerdigung findet in Pittsburgh statt. Gründung der Andy Warhol Foundation for the Visual Arts.
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Begriff "Pop Art" Pop Art ist eine Kunstrichtung vor allem in der Malerei in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts, die Elemente der Alltagskultur und der Werbung in ihre Bilder aufnahm.
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