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Das einzige Musical mit nachhaltiger Beliebtheit ist wohl "Hair". Daher wird vorerst nur dieses Musical näher vorgestellt:
Am 26. April 1968, nach vorausgegangenen Vorstellungen beim New York Shakspeare Festival am Brodway uraufgefürht, nannte es New Yorks führender Theaterkritiker Clive Barnes (New York Times) "Das erste Musical, das nicht von gestern ist". Mit den Songs von Gerome Ragni, James Rado (Texte) und Galt McDermot (Musik) brach für das amerikanische Musiktheater das "Rock-Zeitalter des Wassermannes" an. Darsteller mit nackter Haut und wirrem Haar rebellierten gegen die Tabus der ungeliebten Spiesser im Parkett. In aufsässigen, teils obszönen Strophen riefen sie zu Massenorgien, Kiffen und Rassenvermischung auf. Sie schändeten das Sternenbanner und erteilten in voller Blösse Liebeslehren des Kamasutras. Die Love und Flower-Power Botschaft wurde vom Regisseur Tom O'Horgan gut in Szene gesetzt. Auf der Basis von nur gerade 150'000 Dollar Produktionskosten warf das Musical am Brodway wöchentlich 310'000 Dollar Profit ab. In der ganzen Welt wurde es nachgespielt. Von der Original Cast Schallplatte konnte RCA in zwei Jahren mehr als drei Millionen Exemplare absetzen, aber auch für fremdsprachige Versionen in Spanien, Schweden, Japan, Frankreich und Westdeutschland gab es goldene Schallplatten. Nach 1'750 Aufführungen wurde das Stück 1972 abgesetzt. In 22 Ländern und 14 Sprachen war es bis dahin nachgespielt worden. Sicherlich einer der bewegensten Momente im Film wenn nicht der beste überhaupt ist die Schlussszene, als abertausende von Leuten sich vor dem weissen Haus versammlen und friedlich gegen den Vietnam-Krieg demonstrieren....Let the sunshine in!!!
LP Auswahl auf RCA: New York Shakspeare Festival Cast (1967) Original Brodway Cast (1968) Disc-in-Hair-ited (1970) Divine Hair-Mass in F (1971)
auf Atco/Polydor: Original London Cast (1969)
Quelle: Rock-Lexikon von Schmidt-Joos/Graves im ro ro ro Verlag.
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