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Entwicklung

1956

Die Newcomer des Jahres: Carl Perkins, Jerry Lee Lewis. Elvis Presley schafft den internationalen Durchbruch und wird zum grossen Pop Phänomen.

Derweil startet in England der Skiffle-Boom; angeführt von Lonnie Donegan. Tommy Steele wird Britanniens Antwort auf Elvis.

1957

Rock'n'Roll ist auf dem Höhepunkt. Die vorwiegend amerikanischen Stars machen erstmals Tourneen durch England.

1958

Elvis geht zur Army. In den USA ist der Rock'n'Roll langsam am aussterben. Wortwörtlich: Eddie Cochran, Buddy Holly und Ritchie Valens verunfallen tödlich - ein grosser Verlust.

England hat in dem jungen Elvis-Klon Cliff Richard seinen ersten eigenen Rock'n'Roll Star.

1959

In den USA wird die Surf-Musik zu einem Massenphänomen. Die meisten ehemaligen Rock'n'Roller mit dem Rebellen-Image verden zu Softies. Chubby Checker, Johnny & the Hurricanes aus den USA sowie Johnny Kidd & The Pirates aus England sind die herausragenden Bands dieses Jahres. In Memphis veröffentlicht Stax Records die ersten Soul Singles.

1960

Praktisch alle britischen Newcomer sind gesichtslose, austauschbare Marionetten des Musikgeschäfts, ohne Ausstrahlung und Originalität. Die Instrumental-Gruppe The Shadows (Backing-Band von Cliff Richard) bildet eine Ausnahme. Die beste Musik kommt immer noch aus den USA. Die Musik der Schwarzen wird immer beliebter. R&B und Soul teht bei den jungen Engländern ganz hoch im Kurs. Auch die Folkmusik wird wieder populärer.

1961

Der Rock'n'Roll scheint in den letzten Zügen zu liegen. Die Popmusik ist kontrolliert, sauber und nett. Kein Hauch von Rebellion und Aufregung ist mehr spürbar. Neben Stax ist auch das Tamla/Motown Imperium in Detroit gross im Kommen. Beide Plattenfimen sorgen mit unzähligen Soul Hits für Furore. Der Twist ist der aktuelle Modetanz.

1962

In England beherrschen immernoch Twist, Trad. Jazz, Skiffle und Familienunterhaltung das System.
Auf der anderen Seite des Atlantiks verbreitet sich Protest-Folk; beliebt vor allem in College-Kreisen. Die Beach Boys besingen die Surf Musik, während der geniale Produzent Phil Spector den Wall Of Sound erfindet und zahlreiche Pop Hits mit dem „Spector-Sound“ landet. Die Beatles und andere englische Beat-Kapellen treten in den Hamburger Clubs Kaiserkeller, Star Club und Top Ten auf und begeistern das Publikum auf der Reeperbahn. Die monatelangen Engagements sind eine Art Grundausbildung für den kommenden Merseybeat-Boom.

1963

Jetzt wird rausgeputzt! In England werden all die Weicheier mittels zwei Attacken aus der Arena geworfen. Merseybeat, angeführt von den Beatles, Searchers, Billy J. Kramer & The Dakotas, The Fourmost, The Swingin' Bluejeans, Gerry & The Pacemakers, Big Three, Merseybeats, überrollt Britannien. Und London kontert mit rauhem R&B von den Rolling Stones, Birds, Pretty Things, Small Faces. Es entsteht ein landesweiter Beat Boom, der später zur Beatlemania führt. Praktisch alles aufregende und neue kommt zur Zeit aus England. Das erste Monterey Folk Festival (später Monterey Pop Festival) hat Bob Dylan, Pete Seeger, Peter Paul & Mary und Joan Baez im Programm. Alte Stars mit neuen Stars auf Package-Tournee, was damals durchaus gängig war: Roy Orbison mit The Beatles und Gerry & The Pacemakers; Everly Brothers mit Bo Diddley und The Rolling Stones.

1964

Zu den erfolgreichen Bands in den USA gehören The Four Tops, The Shangri-las, The Supremes und The Beach Boys. Weltweit werden aber alle Bands von den Beatles überholt. In England haben sie drei Top Singles und zwei Top Alben. In den USA werden so viele verschiedene Singles auf den Markt gebracht, dass es gleich satte 31 Beatles Singles in die Top 100 schaffen, inkl. sechs Nummer Eins-Hits! Alles, was auf irgendwelche Weise mit den Beatles in Verbindung steht, verkauft sich garantiert blendend. Die Beatlemania ist auf dem Höhepunkt.

Im Zuge der Beatles rollt die British Invasion an: The Rolling Stones, The Kinks, Manfred Mann, The Animals, Dusty Springfield, Herman's Hermits, The Zombies, The Hollies etc. Die Liste der englischen Beatbands die plötzlich die vorderen Plätze der US Charts belegen ist lang.

Radio-Piratenschiffe ausserhalb der englischen Hoheitsgewässer (zum Beispiel Radio Caroline) machen der alten BBC Konkurrenz. Carnaby Street wird zum Mekka aller Hipster und London swingt. „British“ ist plötzlich sehr chic und trendy. Zum ersten Mal wird die beliebte englische TV Musiksendung "Top Of The Pops" ausgestrahlt. Ausserdem wird das Bluebeat Label gegründet, um das UK mit jamaikanischem Ska zu beliefern.

1965

In den USA sind 9 von 10 Top Ten Singles britisch. Der London R&B ist am florieren - Bands wie The Who, The Yardbirds, Pretty Things,The Small Faces, The Action, The Troggs, The Rolling Stones, The Creation und The Animals geben in den Clubs und Charts den harten Ton an. In den USA spriessen überall Garagen Bands aus dem Boden. (nachzuhören auf den beiden exzellenten Rhino CD-Box Sets "Nuggets" und "Nuggets II")

Folk Musik ist weiter auf dem Vormarsch. Dylan tourt zum ersten mal, The Beatles das letzte mal durch England. The Byrds vermischen Folk und Beat und veröffentlichen mit "Mr. Tambourine Man" ihre erste Single und begründen hiermit das Genre Folkrock. Weitere erfolgreiche Folkrock Bands sind Buffalo Springfield, The Turtles, Lovin Spoonful, The Youngbloods, Beau Brummels.

1966

Die Beat Ära erreicht den Höhepunkt. Drogen, insbesondere Marihuana und LSD werden zum Thema in den Schlagzeilen. Sie beeinflussen in zunehmendem Masse die Musik und Popkultur. Die Medien äussern sich kritisch über Bands, die den Gebrauch von Drogen befürworten sowie über Songstexte, welche von Drogenerfahrungen erzählen. Rufe werden laut, Lieder wie The Byrds' "Eight Miles High" und Dylans' "Rainy Day Women" aus dem Radio zu verbannen. In Amerika wird LSD ab Oktober für illegal erklärt. LSD-Guru Timothy Leary geht in den Untergrund.

Die Beatles verursachen vor allem im prüden Amerika Proteststürme, nachdem John Lennon in einem Interview erklärt hat, sie seien mittlerweile populärer als Jesus. Dies führte vor allem in den Südstaaten zu öffentlichen Verbrennungen von Beatles Alben. Diverse Radio Stationen weigerten sich, Beatles Musik zu spielen. Den Pop Fans ist das ziemlich egal und die Ticketverkäufe für die bevorstehende (letzte) US-Tour sind enorm. Lennon hat sich später für diese Aussage entschuldigt, wurde jedoch bald wieder kritisiert weil er sich gegen den Vietnamkrieg aussprach.

In England ist eine Kampagne der Musicians Union erfolgreich, welche das Mimen zu Songs in TV Popsendungen zu stoppen versucht, die Musik soll live gespielt werden. Die populären Sendungen "Thank Your Lucky Stars" und "Ready Steady Go!" kommen der Forderung nach, verschwinden jedoch im gleichen Jahr noch aus dem Fernsehprogramm. Im selben Jahr werden in Amerika die Popsendungen "Shinding" und "Hullabaloo" aus dem Programm genommen, dafür hat die neue Serie "The Monkees" grossen Erfolg.

Das unabhängige Plattenlabel Tamla/Motown, welches Soul Musik veröffentlicht, verkauft mehr Singles als all die grossen Plattenkonzerne der USA. Berühmte Soul-Künstler sind z.B. Otis Redding, Wilson Pickett, Marvin Gaye, Sam & Dave, Etta James, James Brown und Aretha Franklin.

1967

Was im Underground von San Francisco bereits seit ein paar Jahren am brodeln gewesen ist, stösst nun an die Oberfläche. Von bewusstseinserweiternden Drogen beeinflusste Musik ist der Sound einer neuen Generation, die sich offen gegen die alten Regeln und Sitten sowie das Establishment stellt. Die in der Haigh Ashbury - Hippie Szene seit einer Weile bekannten Bands wie Jefferson Airplane, Big Brother & The Holding Company (mit Janis Joplin), Grateful Dead, Quicksilver Messenger Service etc. werden die neuen Stars von Amerika.

Auf der anderen Seite des Atlantiks hat man sich sofort dem neuen Trend angepasst. Sangen die Beatles vor drei Jahren noch "I Want To Hold Your Hand", so hat sich ihr musikalischer Horizont nun auf "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band" ausgeweitet. Psychedelia ist das Schlagwort der Stunde. Nicht nur in der Musik; auch in Mode, Literatur und Kunst. Von nun an ist in jedem Song mindestens ein kleiner Hauch vom Flower Power Feeling zu hören. Reine Teenie-Bands wie Herman's Hermits können plötzlich kaum mehr mithalten und verschwinden bald von der Bildfläche. Andere Beat-Bands nutzen jedoch die Chance und können sich im veränderten Musikumfeld genauso behaupten.

Die neuen Bands mit grossem Erfolg sind unter anderem Cream und Traffic. In London veröffentlicht der aus den USA stammende Jimi Hendrix mit seiner Experience das erste Album: "Are You Experienced?" und sorgt für grosses Aufsehen. Hendrix und Cream's Eric Clapton setzen neue Massstäbe in punkto Gitarrenspiel betrifft.

Noch nie haben sich die Musiker so experimentierfreudig gezeigt. Das Wah-Wah Pedal, die indische Sitar und verschiedenste neue Studio-Techniken gehören ebenso zur psychedelischen Musik wie die längere Dauer der Songs und die mehrdeutigen Texte. Das unsinnige Morden in Vietnam, die Rassenunruhen und allgemeine Unzufriedenheit mit der Welt führt zu einer wahren Kulturrevolte, die sich stark in der Musik und deren Lyrik widerspiegelt. Der Drang nach einer besseren, friedlichen Welt, gespickt mit Regenbögen und Acid, ist in der Musik nicht zu überhören.

Grösster Events des Jahres: Das Monterey Pop Festival! Es spielen: Jimi Hendrix, The Who, Otis Redding, The Byrds, Jefferson Airplane, Big Brother & The Holding Company, Ravi Shankar, Mamas & Papas und viele mehr. Vom 16. bis 18. Juni kommen etwa 50'000 Leute zu diesem Festival. Zum ersten Mal vereinen sich der Musik wegen so viele Leute auf ein Mal.

Gar nichts mit Flower Power am Hut hat die New Yorker Avantgarde Band Velvet Underground, die in ihren Texten über so delikate Sachen wie Sadomasochismus & Drogenkonsum singt, unterlegt mit 15-minütigen Feedback-Orgien und monotonem Drum Beat. Sie bilden anfänglich den Mittelpunkt von Andy Warhol's Kunst-Happenings und werden sich schliesslich in eine folkige Richtung entwickeln.
The Who veröffentlichen die Stones Lieder "Under My Thumb" und "The Last Time" um Keith Richards und Mick Jagger zu unterstützen, welche wegen Haschisch im Knast gelandet sind. Otis Redding stirbt bei einem Flugzeugabsturz, im Hyde Park findet das erste Gratis-Festival statt, The Move verlieren ihr ganzes Einkommen der Single "Flowers In The Rain" nach einer Klage von Prime Minister Harold Wilson, Die Jimi Hendrix Experience wird ausserdem aus einer Tournee mit The Monkees geschmissen weil Jimi's Bühnenshow zu erotisch gewesen sei. Fleetwood Mac geben ihr Debut am National Jazz and Blues Festival in Windsor, welches auch John Mayall, Cream, Jeff Beck und Chicken Shack im Programm hat. Ten Years After veröffentlichen ihr erstes Album.

1968

Nach dem Summer of Love 1967 entwickelt sich die Popmusik weiter und wird härter und vielschichtiger. The Rolling Stones kehren nach ihrem psychedelischen Ausflug mit "Satanic Majesties Request" zum Rock zurück und Blues Bands wie Fleetwood Mac und Ten Years After erleben ihren Aufschwung. Viele Bands wollen mehr als nur Pop Stars sein und nehmen ihre Musik ernster und seriöser, wobei sie sich vermehrt in Richtung Rock, Progressive oder sogar Underground bewegen. Man kommt von der 3-Minuten Pop Single ab, und spielt längere, improvisierte Stücke, die nur auf ganzen 33 Rpm Alben Platz haben. The Nice (später Emerson Lake & Palmer), Vanilla Fudge, Soft Machine und Pink Floyd gehen klanglich neue Wege und begründen so den Progressive Rock. 1968 ist das erste Jahr, in welchem in England erstmals die Album-Verkäufe diejenigen der Singles übertrifft.
Die ersten Anzeichen von Funk in Kombination mit Rock sind bei Sly & The Family Stone zu hören.

Ein weiterer Musikstil, Bubblegum, ist der Gegenpol zu all der Ernsthaftigkeit, welche die Pop Musik umgibt. Zwar besteht Bubblegum Musik aus simplen Melodien und kindischen Texten, dafür haben sie groovige Rhythmen und eingängige Melodien. Beispiele: die Retortenband The Archies mit "Sugar Sugar" oder Ohio Express mit "Yummy Yummy Yummy".

Bassist/Songwriter Syd Barrett verlässt Pink Floyd. Bis dahin war er die kreative Kraft der Band. Das Hippie-Musical "Hair" wird am Broadway uraufgeführt. Das erste Isle Of Wight Festival, das 1970 zum englischen Gegenstück zu Woodstock mutieren wird, findet am 31.8. - 1.9. statt.

1969

Woodstock wird zum ersten grossen Popmusik-Festival, das von vier jungen Amerikanern im August 1969 auf einem Farmgelände in Bethel, N.Y. veranstaltet wird. Sie lauschen bei Sonne, Regen und Sturm 32 Bands und Interpreten, darunter Hendrix, Who, Janis Joplin, Canned Heat, Ten Years After und vielen mehr. "Früher", jubelt Janis Joplin in Woodstock, "waren wir nur wenige, jetzt gibt es Massen und Massen und Massen von uns." Bereits vier Monate später erlischt die Woodstock-Euphorie im Horror von Altamont. Das Altamont Festival ist eine Co-Produktion der Rolling Stones und Grateful Dead - ein Free Concert, das unter gravierenden organisatorischen Mängel litt. Als Ordnungshüter werden die Hell's Angels aus San Francisco angeheuert, was zu Tumulten führt und mit dem Tod von Meridith Hunter und vielen Verletzten endet. Altamont symbolisiert das Ende des Hippie-Idealismus genauso wie die „Tate-LaBianca-Morde“, verübt im Sommer dieses Jahres vom Hippie-Sektenführer Charles Manson. Er und seine Truppe aus Drogensüchtigen, Psychopathen und Aussteigern haben sich ausserhalb von L.A. als Kommune ausgiebig mit Sex, dem Teufel und Mordgedanken befasst und sind losgezogen, um einfach mal so ein paar Leute abzuschlachten. Die Jugend spürt, dass "peace and love" leider nicht die Welt verändert, doch der Hippie-Kult und seine Ikonen sind inzwischen zu einem Lifestyle geworden, der noch ein paar Jahre anhalten wird. Die psychedelischen Abschweifungen vom "Summer of Love" 1967 machen dem eher bodenständigen Rock von Creedence Clearwater Revival oder dem Hardrock Platz. Dieses Genre findet seine Vertreter in Bands wie Led Zeppelin, Mountain, Humble Pie, Grand Funk Railroad und Free. Auch die harten Jungs von Black Sabbath veröffentlichen ihr erstes Album mit dem gleichnamigen Titel. The Who bringen auf einem Doppelalbum ihre Rock-Oper "Tommy" heraus. In der Folge treten Sie auch in Opernhäusern auf, was vorher noch keiner Band gestattet worden ist. The Beatles haben ihren letzte gemeinsamen Auftritt: auf dem Dach des Apple Gebäudes.

1970

Es erscheinen religiöse Songs wie "Spirit In The Sky" von Norman Greenbaum, "My Sweet Lord" von George Harrison sowie das Musical "Jesus Christ Superstar".

Rod Stewart und Ron Wood verlassen die Jeff Beck Group, um mit den Small Faces ohne Steve Marriott (bei Humble Pie) von nun an als Faces Bühnengeschichte zu schreiben. Ihre Auftritte sind stürmisch und rauh.

"Let it Be", der letzte Film der Beatles, hat in London Premiere. "American Woman" von The Guess Who ist ein wahrer Knüller. So auch "Venus" der holländischen Band The Shocking Blue und "Raindrops Keep Falling On My Head" vom One-Hit Wonder B.J. Thomas. Neue Namen im Musicbiz sind The Jackson Five (mit dabei ein 13 jähriger Michael Jackson!), The Carpenters und Rare Earth. Simon & Garfunkel veröffentlichen "Bridge Over Troubled Water".

Der amerikanische TV Sender ABC präsentiert eine neue Sendung: Die "Partridge Family" ist eine halbstündige Show nach dem Modell der "Monkees"-TV Sendung. Eine Familie mit einer Mutter und deren 5 Kinder beschliessen, eine Pop Band zu werden. Sie werden es auf 11 Hits schaffen, bis 1974 als die Sendung eingestellt wird.

1971

Im Juli organisiert George Harrison ein Benefizkonzert im New Yorker Madison Square Garden - The Concert for Bangla Desh. Unter den Musiker sind Billy Preston, Badfinger, Leon Russell, Ringo Starr, Bob Dylan und Eric Clapton. Innert 2 Stunden wurden 20'000 Tickets verkauft. Am Ende kamen 4,5 Dollar für Bangla Desh zusammen.

Das Musikspektrum wird immer wie unüberschaubarer und nimmt viele Ausdrucksweisen an: Zum Beispiel Latin Rock, Jazz Rock, Soul Rock, Shock Rock, Heavy Rock etc. Alice Cooper mit seinem Schockergehabe und blutigen Bühnenshows ist aufregend und sorgt für Aufsehen.

Glam-Rock, der etwas weiterentwickelte Bubblegum Sound der Sixties, ist ein Phänomen in Europa. The Sweet, Slade und Mud gehören ebenso dazu wie T.Rex. Die ganze Masche ist reiner Kommerz. Das Publikum ist vornehmlich weiblich und um die 16 Jahre alt, und fällt haufenweise in Ohnmacht, wobei die andere Hälfte von Schreikrämpfen besessen ist. Vor dem Konzert wird mehr Zeit damit verbracht, sich zu schminken als die Instrumente zu stimmen. In ihren extravaganten Kostümen mit spiegelbesetzten Hüten, Glitter und Glimmer Klamotten, Absatzschuhe, aufgeklebten Sternchen im Gesicht, langen Haare mit Stirnfransen und was sonst noch irgendwie blöd aussah, machen sie den Eindruck, als seien sie einem billigen Sciene-Fiction Film entsprungen. In drei Jahren wird der Glam-Rock wieder Schnee von gestern sein.

Simon & Garfunkel gehen von nun an getrennte Wege, Don McLean veröffentlicht "American Pie", eine der erfolgreichsten Singles der Seventies und mit seinen über 8 Minuten der längste Nr. 1 Hit aller Zeiten. Rod Stewart hat mit "Maggie May" seinen ersten Solo Erfolg, während er immer noch mit den Faces spielt. Elton John feiert seinen ersten Top 10 Erfolg mit "Your Song". Paul McCartney's Solo Karriere beginnt mit "Another Day", worauf er seine Band Wings ins Leben ruft. Weitere Newcomer sind Supertramp, Kansas und Queen.

1972

Led Zeppelin veröffentlichen einen Meilenstein der Rockgeschichte. Das Album, im Allgemeinen als "Led Zeppelin IV" bezeichnet, beinhaltet die Megahits "Black Dog" und "Rock'n'Roll". "Stairway To Heaven" wird längerfristig zum absolut meistgefragten Lied bei Wunschkonzerten im Radio auf der ganzen Welt mutieren - obwohl es nie als Single veröffentlicht wird.

The Rolling Stones sind mit ihrem Album "Exile on Main Street" immer noch eine Top-Band. Weitere Erfolge feiern America, Crosby Stills Nash & Young und Chicago. Das Hippie-Musical "Hair" wird nach 1742 Shows beendet. Ein 22-jähriger Typ namens Bruce Springsteen aus Jersey unterschreibt seinen ersten Plattenvertrag.

Das Musical "Grease" wird erstmals am Broadway aufgeführt und trägt viel zu einem 50's Rock'n'Roll Revival bei. So hat auch Chuck Berry endlich seinen ersten Nr. 1 Hit mit "My-Ding-A-Ling", der bereits 1955 mit "Maybelline", "Johnny B. Goode" und "Sweet Little Sixteen" Hits verbuchte.

Eddie Cochran

Eddie Cochran

Cliff Richard & The Shadows

Cliff Richard & The Shadows

Beach Boys

The Beach Boys

The Everly Brothers

The Everly Brothers

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The Small Faces

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The Troggs

The Supremes

The Supremes

Dusty Springfield

Dusty Springfield

Otis Redding

Otis Redding

Sam and Dave

Sam & Dave

Cream

Cream

Janis Joplin

Janis Joplin

Pink Floyd

Pink Floyd

Led Zeppelin

Led Zeppelin

Slade

Slade

 

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